Die große Umwendung

(dtv 2000, 202 Seiten, 3-423-12694-9)

Wegen der Widersprüche zu Briefe in die chinesische Vergangenheit nicht ganz so gut, aber trotzdem lesenswert.

Kao-tai, der Held aus Rosendorfers Briefe in die Chinesische Vergangenheit muss nach zehn Jahren in die Zukunft fliehen, um einer Intrige zu entkommen. Dabei landet er diesmal nicht in Min-chen, sondern in der komischen Stadt Kö-leng, in der viele Menschen komische rote Nasen haben. Nach einigen Abenteuern beschließt er, nach Min-chen zu Reisen, um seinen Freund, den Herrn Shi-Shmi, zu finden. Dabei erlebt er, wie zu erwarten ist, wieder viele absurde Situationen, die er mit seinem alt-chinesischen Verstand nicht durchschaut.

Die große Umwendung ist die direkte Fortsetzung von Briefe in die Chinesische Vergangenheit, in der Rosendorfer die Änderungen in der Technologie, sowie die deutsche Einigung verarbeitet. Kao-tai reist wieder durch eine Welt, die er immer noch nicht versteht, diesmal jedoch ohne einen kundigen Führer, und er macht sich wieder seine Gedanken über diese seltsame dreckige Welt, in der er gelandet ist. Dabei scheint er das, was er bei seinem ersten Besuch kennengelernt hat, zu großen Teilen wieder vergessen zu haben. So beschreibt er seinem Freund Dji-gu z.B. Wahlen mit einem völlig anderen Vergleich als bei seinem ersten Besuch in unserer Welt. Rosendorfer wirft mit Die große Umwendung wieder einen nicht alltäglichen Blick auf unsere Gesellschaft und bringt den Leser dazu, über das eine oder das andere mal nachzudenken.

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