Die Farbe Blau

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(Knaur 2006, 415 Seiten, 3-426-63348-8)

Etwas schwacher historischer Krimi um einen Rembrandt-Schüler.

In Amsterdam werden im Jahre 1669 von angesehenen Bürgern zwei Morde begangen, bei denen beide Male ein Gemälde Rembrandt van Rijns im Spiel ist. Das Bild ist recht unspektakulär, wäre es nicht von einem sehr intensiven Blau dominiert. Cornelis Suythof, ein junger Maler, will dem geheimnisvollen Bild auf die Spur kommen, denn sein bester Freund wir des einen Mordes bezichtigt. So wird Cornelis Rembrandts Schüler und nimmt einige merkwürdige Aufträge an, um mit seinen Untersuchungen weiterzukommen.

Die Farbe Blau ist ein historisch interessant geschriebener Roman. Die Idee, einen jungen Maler zwei Morde aufklären zu lassen, hat mir zu Beginn auch sehr gut gefallen, aber die Geschichte, die der Autor daraus macht, ist dann doch etwas enttäuschend. Auf über 400 Seiten zieht sich die Erzählung öfter eher schleppend als spannend dahin. Es ist klar, dass es nicht leicht ist, bei historischen Personen in einem Roman zwischen Fakten und Fiktion zu unterscheiden, und in Die Farbe Blau finde ich diese Trennung trotz historischer Daten und eines entsprechenden Nachwortes nicht gut gelungen. Trotzdem gibt Kastner hier einen interessanten Einblick in das Leben in Amsterdam im 17. Jahrhundert. Insgesamt ganz nett, aber für mich nicht gerade ein Ansporn, mehr von Kastner zu lesen.

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