Die Company (The Company)

(Pan Books 2002, 1281 Seiten, 0-330-37289-0)

Sehr guter actionreicher, aber auch epischer und tiefgehender Spionagethriller.

Der amerikanische Geheimdienst CIA ist sicherlich eine der Organisationen, um die sich die meisten Mythen und Geschichten ranken. Was liegt da näher, als einen Roman über ihre Geschichte zu schreiben? Alles beginnt mit Spionen im Nachkriegsberlin der 50-er Jahre. Von dort führt es die Hauptfiguren nach Ungarn in die Aufstände gegen die Sowjetunion, nach Lateinamerika und Vietnam und in viele andere Krisenherde. Dort bestehen sie eine schwierige Mission nach der anderen. Bei vielen Aktionen gehen aber Dinge schief, die eigentlich nicht schief gehen konnten. Es scheint, als verfüge der Gegner, also die Sowjetunion über Insiderinformationen: Es gibt einen hochrangigen Spion in der Firma. Aber wer ist der Verräter?

Mit The Company ist Robert Littell ein ganz großer Spionageroman gelungen. Allerdings nicht nur das, sondern auch eine Chronik der amerikanischen Konflikte und ein Bericht über das Leben und die Gefühle der Geheimagneten. Dies erreicht Littell dadurch, dass er über die ganzen 50 Jahre, die er in seinem Roman schildert dieselben Handlungsträger verwendet. Auf allen drei dieser Ebenen leistet der Autor ganz Arbeit und über die fast 1300 Seiten wird es nur selten langweilig. Sowohl die Beschreibungen der verdeckten Spionageaktionen, als auch die historischen Verknüpfungen und die Entwicklung der Figuren wirken meist sehr glaubwürdig und sind spannend und actionreich geschildert.

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