Die Begnadigung (The Broker)

(Arrow 2005, 467 Seiten, 0-099-45716-4)

Sehr gut gelungener Grisham-Roman.

Joel Blackman war ein Mann mit besten Kontakten in Washington, der sich aber mit einem Geschäft übernommen hat – als er versucht, den geklauten Zugriff auf ein System von Spionage-Satelliten zu verkaufen, möchten ihn einige Leute lieber tot als lebendig sehen. Blackman kommt da die Verurteilung zu vielen Jahren Gefängnis recht gelegen, denn dort ist er zunächst sicher.

Jahre später erreicht die CIA, dass er begnadigt wird, verschafft ihm eine neue Identität und versteckt ihn in Italien: Der Plan ist, diese Information beizeiten an andere Geheimdienste durchsickern zu lassen und abzuwarten, wer Blackman schließlich liquidieren wird.

The Broker, der inzwischen achtzehnte Roman John Grishams, hat mir wieder einmal sehr gut gefallen. Zu Beginn springt der Autor zeitlich zwar etwas hin und her, sodass es eine Weile dauert, bis die Hintergründe klar werden, aber das behindert nicht wesentlich den Lesefluss.

Was sich anschließt, ist ein außerst spannender und sehr gut geschriebener Roman, wie man es von Grisham kennt. Er fesselt den Leser und schleift ihn in Gedanken mit durch die Straßen und Restaurants von Bologna – einer Stadt, die der Autor auch in einem Nachwort noch einmal begeistert lobt.

Wieder einmal macht Grisham Lust auf mehr.

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