Die Akte Krysalis (Krysalis)

(Harper & Row 1990, 404 Seiten, 0-06-016390-9)

Ordentlicher Spionageroman um eine während des kalten Krieges verschwundene Akte.

Während des kalten Krieges arbeitet David Lescombe beim britischen Geheimdienst und wird dort in eine Gruppe aufgenommen, die an den Krysalis-Plänen arbeitet – Pläne, falls es zu einem erneuten Krieg in Europa kommen sollte. Kurz darauf verschwindet Davids Frau Anna, und mit ihr die streng geheime Krysalis-Akte. David weigert sich, zu glauben, seine Frau sei eine Verräterin, macht sich selbst auf die Suche nach Anna und lernt dabei überraschendes über ihre Vergangenheit. Währenddessen steigt beim britischen und US-amerikanischen Geheimdienst die Nervosität, denn das Bekanntwerden dieser Informationen kurz vor einem NATO-Gipfel wäre politischer Sprengstoff.

Der Autor – John Trenhaile – war mir bisher kein Begriff, aber den Namen sollte man mal im Hinterkopf behalten. Krysalis ist ein ganz ordentlicher Spionageroman. Die Idee der Geschichte, eine verschwundene Akte und ein Geheimagent im Alleingang, ist erstmal nicht extrem spektakulär, doch der Autor macht einen recht guten Roman daraus. Etwas wirr wird die Erzählung allerdings durch das Verhältnis von Patientin Anna zu ihrem Psychiater, doch auch dies passt ganz gut in einen Spionageroman hinein.

Buch bei Amazon kaufen

Kommentar abgeben