Sehr vielversprechender Beginn eines großen Fantasy-Zyklus'.

Selbst eine kurze Beschreibung der Handlung des Romans würde den Rahmen dieser Kritik sprengen, aber so viel kann ich sagen: In dem Königreich Deverry lebt der Dweomermann (eine Art Magier) Nevyn, der ein Gelübde abgelegt hat eine Frau ihrer wahren Bestimmung, dem Dweomer, zuzuführen. Deshalb streift er durch das Reich um die Inkarnation dieser toten Frau zu finden. Als er sie findet, geraten sie in einen für das ganze Reich gefährlichen Dweomer-Krieg.

Dies ist jedoch nur die grobe Haupthandlung. In vielen Nebenhandlungen und verschiedenen Zeiten erklärt Kathrine Kerr einige Zusammenhänge der Geschichte. Den Kernpunkt bildet hierbei der Dweomer, die Magie in Deverry, die auch die Wiedergeburt begründet, und das Wyrd, das einem Menschen zugeteilte Schicksal.

Mit Die Wanderer von Deverry liegt mir nun der erste Teil der Chroniken von Deverry vor. Da es sich bei diesem Buch nur um den Anfang eines langen Zyklusses handelt, fällt es mir relativ schwer es gesondert zu bewerten. Jedoch macht schon dieser Roman klar, wie sehr es Kathrine Kerr versteht, die von ihr geschaffene Welt zu beleben. Die Charaktere wirken von Anfang an glaubwürdig und man fühlt sich sofort in die Welt von Deverry hineinversetzt. Hierbei bereiteten mir aber zu Beginn die etwas seltsam (eben Keltisch) anmutenden Namen leichtere Schwierigkeiten. Vor allem, da viele Personen in diesem Roman mit drei verschiedenen Namen und in drei verschiedenen Konstellationen auftreten. So ist es ab und an nötig, im Anhang auf die Namenstabelle zurückzugreifen. Im Anhang findet sich auch ein Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe aus Deverry erläutert sind. Auch dieses Glossar zeigt, wie viel Mühe sich Kerr mit ihrer Welt gemacht hat. Man würde ihr nämlich glatt abnehmen, dass es solch eine Welt wirklich gibt. Dieses Buch ist wirklich gut und hat mir, obwohl ich eher Science Fiction Leser bin, äußerst gut gefallen. Als Kritikpunkt meinerseits ist nur anzumerken, dass mir die Kapitel teilweise zu lang gewesen sind und ich damit in gewisser Weise zu weiterlesen gedrängt wurde, was aber nicht immer unangenehm war.

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