Der schwarze Pharao (Le Pharaon Noir)

(Rowohlt 1999, 399 Seiten, 3-8052-0647-X)

In dieser - Jacqs - Form ist ägyptische Geschichte eine interessante und lesenswerte Sache.

In der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr., 500 Jahre nach der Herrschaft Ramses II., ist Ägypten gespalten: Im südlichen Nubien herrscht Pharao Pianchi, der wegen seines Äußeren den Spitznamen »Schwarzer Pharao« trägt. Sein Ziel ist es, den alten Götterkult zu bewarhren. Im Norden dagegen herrschen die Lybier, die diese Traditionen nicht mehr befolgen. Dort stellt Fürst Tefnacht zusammen mit einigen syrischen Fürsten eine Armee auf, um unter dem Vorwand, Ägypten zur alten Pracht zurückzuführen, einen Feldzug gen Süden zu starten. Als zwei wichtige mittelägyptische Festungen gefallen sind, beschließt Pianchi, den entgegenzutreten, um die ägyptische Zivilisation zu bewahren. Auf beiden Seiten gibt es Verrat und Intrigen, und der Kampf der beiden Heere scheint unausweichlich.

Der schwarze Pharao ist ähnlich geschrieben wie Jacqs fünf Bücher über Ramses II, nur der historische Hintergrund ist ein anderer. Doch gerade dieser für Jacq typische Stil gefällt mir sehr gut: historische Fakten (die Jacq hier am Ende noch einmal kurz zusammenfasst) in einen spannenden Roman verpackt. Zudem erfährt der Leser durch die Schilderung des Lebens am Hofe des ägyptischen Pharaos eine Menge über damalige Kultur, Denken und Religion.

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