Der Richter (The Summons)

(Arrow 2003, 391 Seiten, 0-09-940613-6)

Ein "Grisham" der klassischen Sorte, allerdings recht einfallslos.

Reuben V. Atlee, früherer Richter in Clanton, Mississippi, weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat und ruft seine beiden Söhne zu sich, um seinen Nachlass zu regeln. Als sein Sohn Ray, Jura-Professor, ankommt, ist es schon zu spät – der alte Richter ist bereits tot. Auf der Suche nach einem Testament findet Ray kistenweise Geld im Haus des Richters – weit mehr Bargeld, als ein Richter auf legalem Wege jemals hätte ansammeln können. Ray weiß nicht, was er mit dem Geld tun soll, und versteckt es erst einmal vor seinem Bruder Forrest, einem Alkoholiker. Doch irgendwer muss noch von dem Geld wissen und verfolgt Ray, als er es an verschiedenen Orten zu verstecken versucht.

The Summons ist nach A Painted House wieder ein „typischer“ Grisham, wenn er auch nicht hauptsächlich im Gerichtssaal spielt. Die Idee der Handlung ist nicht schlecht, aber selbst auf den nur knapp 400 Seiten wirkt es an manchen Stellen langatmig. Im Vergleich zu Grishams ersten Büchern (Die Firma, Die Akte, Die Kammer), denen noch deutlich bessere Ideen zugrunde lagen, ist dieses Buch allenfalls mittelmäßig.

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