Eine Pflichtlektüre für jeden Science Fiction Fan und auch Andere könnten an diesem Buch großen Gefallen finden.

Der Roboter NDR113 ist ein ganz besonderes Exemplar. Zufälligerweise ermöglichen ihm seine positronischen Gehirnbahnen, nicht nur die programmierten Programmabläufe durchzuführen, sondern sogar darüber hinaus zu denken. Er freundet sich schnell mit den Kindern seines Besitzers an. Durch einen Zufall bemerkt die Familie sein besonderes Talent im Holz schnitzen und schon bald ist Andrew, wie der Roboter nun genannt wird, weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Für ihn ist dies der erste Schritt zur Freiheit und ein Kampf beginnt, der sich über zwei Jahrhundert hinstrecken wird. Meinung

Der positronische Mann ist Robert Silverbergs Romanausarbeitung von Isaac Asimovs Kurzgeschichte Der Zweihundertjährige (The Bicentennial Man) Das Buch beschreibt die Geschichte eines Roboters, der als Mensch anerkannt werden will. In der Science Fiction ist dies sicherlich kein unbekannter Plot. Robert Silverberg schafft es jedoch, diese Handlung derart eindringlich und plastisch zu schildern, dass der Leser sich vollkommen in die Situation des Roboters versetzen kann. Die Handlung ist auch ausschließlich auf diese Ebene konzentriert und verliert sich nicht in unwesentlichen Nebenhandlungen. Andrew, der von Asimovs drei Gesetzen der Robotik kontrolliert wird –

  1. Ein Roboter darf keinem menschlichen Wesen Schaden zufügen oder durchUntätigkeit zulassen, daß ein menschliches Wesen zu Schaden kommt.
  2. Ein Roboter muß den Befehlen gehorchen, die ihm von menschlichen Wesen erteilt werden, außer in Fällen, wo solche Befehle gegen das erste Gebot verstoßen würden.
  3. Ein Roboter muß seine eigene Existenz schützen, solange solch ein Schutz nicht gegen das erste oder zweite Gebot verstößt. –

kämpft derart leidenschaftlich für seine Menschwerdung, dass der Leser immer mehr eine Antipathie gegen die „bösen“Menschen aufbaut, die dem „lieben“und „menschlichen“Roboter seine Rechte verweigern wollen. Hiermit gelingt es den Autoren die Angst der Menschen vor Neuerungen zu verdeutlichen.

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