Der Nobelpreis

(Lübbe 2007, 560 Seiten, 3-404-15763-X)

Achtung, dieses fesselnde und spannende Buch läßt keine Lesepause zu.

Hans-Olof Andersson ist Mitglied im Nobelpreiskomitee. Der anerkannte Professor wird von einer vermeintlich höheren Gewalt erpresst. Es wird von ihm verlangt für eine ganz bestimmte Nobelpreis-Kanditatin zu stimmen. Sollte er das nicht tun wird seiner entführten Tochter etwas angetan. Aus seiner endlosen Verzweiflung wendet sich der Herr Professor an seinen Schwager, der Bruder seiner verstorbenen Ehefrau. Gunnar ist Profieinbrecher und Industriespion, der sein Handwerk versteht und sicher eine Spur von den Entführern findet und das Leben seiner einzigen Nichte und somit auch seine einzige lebende Erinnerung an seiner toten Schwester retten wird.

Die Geschichte ist spannend und mit umfangreichen Hintergrundwissen fesselnd beschrieben. Auch wenn sich teilweise die Formulierungen innerhalb eines Kapitels verdächtig wiederholen, hindert dieses einen nicht daran noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Der Autor versteht sich sehr gut darauf die Handlung immer in neue unerwartete Richtungen zu lenken. So kristallisiert sich am Ende des Buches eine Wahrheit hinaus, die alles Andere als ehrahnenswert ist und die das bereits gelesene in Frage stellt. Alles in allem ist das Buch ein absolutes Muss für alle Fans der Spannung. Das Buch erzählt nicht nur die Geschichte einer Entführung sondern auch die Aufarbeitung zweier Schicksale, die eine gemeinsame „Schnittstelle“ haben und sich daraus ihr ganz persönliches Schicksal entwickelt hat.

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