Pflichtlektüre für Freunde epischer Space Operas.

Während ich in Berlin auf einer Konferenz war, ging es in meinem aktuellen Buch mal wieder in die Welt von Peter F Hamiltons Armageddon-Zyklus. Im vierten Band Der Neutronium-Alchemist machen sich Joshua Calvert, verschiedene Geheimdienste und die Organisation Al Capones auf die Suche nach der mächtigsten Waffe des bekannten Universums: Dem Alchimisten, den Alkad Mzu entworfen hat, um ihren Heimatplaneten Garissa vor der Zerstörung zu bewahren. Ihre Flotte strandete jedoch und der Alchemist wurde auf eine Reise geschickt, so dass er erst nach der Aufhebung der Sanktionen gegen den Planeten Omuta wiedergefunden werden kann. Durch seine Kraft, ganze Planeten oder Sonnen zu zerstören ist er unter allen, die von ihm wissen, gefürchtet und jede Macht hat ein Auge auf ihn geworfen. So beginnt eine Verfolgungs- und Schnitzeljagd, die den Konflikt zwischen den Menschen und den Besessenen entscheiden könnte.

Der vierte Band der Serie (zumindest in der deutschen Ausgabe, in der englischen entspricht dieser 900 Seiten Wälzer dem zweiten Teil des zweiten Bandes) hat alles, was auch die ersten drei Bände ausgezeichnet hat: spannende Handlung, glaubwürdige Charaktere und eine unglaublich komplexe Welt. Hamilton konfrontiert den Leser dabei mit derart vielen Figuren, Parteien, Schiffen und Völkern, dass ich an einigen Stellen ein wenig den Überblick verloren habe. So gibt es gegen Ende des Buches eine Passage, in der ein Kampf geschildert wird, an dem sechs Parteien beteiligt sind und der sich sowohl auf dem Boden als auch im Orbit des Planeten abspielt. Gücklicherweise ist die Handlung trotz der Komplexität stringent und es ist relativ einfach, nach einem kurzen Aussetzer wieder den Einstieg zu finden.

Mit Der Neutronium-Alchemist hat Hamilton mal wieder einen großartigen Teil seines Armageddon-Zylklus‘ abgeliefert. Freunde von epischen Space Operas und komplexen Science-Fiction-Welten sollten hier auf jeden Fall zugreifen. Allerdings sind die Bände einzeln kaum zu verstehen und man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, mit dem ersten Teil (Die unbekannte Macht) zu beginnen und sich nach und nach durch die mehr als 5000 Seiten zu fressen. Weil die Handlung so komplex und die Welt so vielschichtig ist, sollte man allerdings nicht, wie ich, den Fehler machen, Monate zwischen den einzelnen Bänden verstreichen zu lassen…

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