Eine nicht mehr als durchschnittliche Kriminalgeschichte, allerdings an einem interessanten Ort.

Der schwedische Kriminalkommissar Kurt Wallander leidet unter schweren Depressionen, seit er bei einem Einsatz einen Menschen erschossen hat. Er ist im Begriff, endgültig seien Beruf aufzugeben, als ihn ein befreundeter Anwalt um Hilfe bittet. Dessen Vater, ebenfalls Anwalt, ist nachts im Nebel unter ungeklärten Umständen gestorben. Als der Anwalt selbst nach kurzer Zeit ermordet aufgefunden wird, beschließt Wallander, nach einem Jahr doch zu seinem Beruf zurückzukehren und den Fall zu lösen. Bei den Ermittlungen stößt er zusammen mit seinen Kollegen auf einen Öffentlichkeits-scheuen Industriegiganten, der sich auf einem Schloss regelrecht verschanzt.

Der Mann der lächelte, das erste Buch, das ich aus Mankells Reihe über Kommissar Wallander gelesen habe, hat mich nicht überzeugt. Der Ort der Handlung, Schweden, ist nicht uninteressant, weil man ihn in der Kriminal-Literatur nicht so häufig findet, und auch in anderer Hinsicht ist dieses Buch »anders«, nur ist das leider nicht unbedingt positiv. Dass die Hauptfigur in Krimis nicht immer ein wirklicher Musterknabe ist, ist nicht unüblich, aber Wallander erscheint mir mit seinen verschiedenen Schwächen nicht menschlich, wie vielleicht beabsichtigt, sondern reichlich unsympathisch. Auch die Handlung ist in der ersten Hälfte nicht sonderlich spannend geschrieben. Die zweite Hälfte ist da schon besser gestaltet, und auch das Ende ist recht gut gelungen. Doch teilweise ist der Fortgang der Handlung ziemlich vorhersehbar, und dass Mankell auch noch internationalen Organhandel mit ins Spiel bringt, erscheint mir recht künstlich eingeflochten.

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