Der Mann, der das Geld erfand (The Moneymaker)

(Goldmann 2003, 296 Seiten, 3-442-15112-0)

Schön zu lesende und spannende Biographie über den Mann, der das Geld erfand.

John Law, schottischer Glücksspieler, Londonder Lebemann, verurteilter Mörder und der Mann, der das Geld erfand. Neben dem Glücksspiel beschäftigte John Law sich Ende des 17. Jahrhunderts intensiv mit dem Thema der Nationalökonomie und entwarf dabei ein System, bei dem kursierende Edelmetallmünzen gegen papierene Besitzscheine ausgetauscht werden sollen. So will er die Geldknappheit in der nationalen Wirtschaft beheben. Nachdem seit Konzept in England auf wenig Gegenliebe stößt, gelingt es Law durch Hartnäckigkeit und Geduld, sich dem französischen Hof anzudienen. Dort gründet er erst die Banque Générale, die die Ausgabe von Papiergeld regelt und kurz darauf die Südsee Kompanie, eine Aktiengesellschaft nach dem Vorbild der Ost-Indien-Kompanie. Deren Aktien schießen darauf in Schwindel erregende Höhen. Diese Blase kann sich aber nicht lange halten.

John Law ist sicherlich einer der einzelnen Menschen mit dem größten Einfluss auf die europäische Wirtschaftsgeschichte und trotzdem ist sein Name nur wenigen ein Begriff. Dies versucht Janet Geeson zu ändern. Ihr Buch ist wie eine Biografie ausgebaut und erzählt in lockerem Ton, aber aus einer wissenschaftlichen Perspektive über Leben und Wirken des Mannes, der das Geld erfand. Dabei ist das Buch spannend und gut zu lesen, einzig Laws geldpolitische Instrumente sind für den nicht vorgebildeten Leser ein wenig schwer zu verstehen.

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