Schwacher Möchtegern-Spionageroman

Tessa Quayle, Frau des britischen Diplomaten Justin Quayle, wird im nördlichen Kenia ermordet aufgefunden. Sie war dort unterwegs für eine Hilfsorganisation, zusammen mit dem afrikanischen Arzt Arnold Bluhm. Arnold ist seit dem Mord verschwunden. Dustin stellt fest, dass er Tessa in letzter Zeit zu wenig zugehört hat und nichts über die Missstände wissen wollte, die Tessa über den Umgang mit Arzneimitteln publik machen wollte. Deswegen macht er sich auf, um die Hintergründe des Mordes an seiner Frau zu klären.

Der Ort, an dem die Handlung beginnt – britische Diplomatenkreise in Afrika – ist recht interessant. Allerdings kann ich ansonsten, abgesehen von den offenbar äußerst gründlichen Hintergrundrecherchen des Autors, nicht viel positives über The Constant Gardener schreiben. Häufige zeitliche Sprünge in der Erzählung, und dass Figuren immer wieder unvermittelt Dinge aus Ihrer Vergangenheit erleben, scheinen typische Elemente von le Carr&eaigu;s Romanen zu sein, jedenfalls ist mir dies in anderen seiner Romane auch schon aufgefallen. Allerdings stören diese unmotivierten Rückblicke für meinen Geschmack die Erzählung eher als dass sie beispielsweise zur sowieso nur spärlich vorhandenen Spannung beitragen würden. Die eigentliche Handlung ist darüber hinaus relativ dünn und nicht besonders originell: Hauptperson will den Mord an seiner Partnerin aufdecken. Aus dem Thema Arzneimittel-Handel hätte man auch mehr machen können als eine solche müde dahinplätschernde Handlung.

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