Zwar etwas spät für den kalten Krieg, trotzdem ein schöner Spionageroman.

Yuri Danko ist Wissenschaftler am russischen Bioaparat-Institut, einem von zwei Orten weltweit, an dem noch Pockenviren existieren. Yuri hat gleichzeitig Beziehungen zu einer Elite-Einheit beim US-amerikanischen Geheimdienst. Dorthin schickt er eine verzweifelte Nachricht, dass er dringend Informationen übergeben möchte. Jon Smith, der in Venedig diese Informationen entgegennehmen will, muss stattdessen zusehen, wie zunächst Yuri erschossen wird und kurz darauf das Boot explodiert, auf dem Yuris Mörder fliehen. Jon und seine Kollegen befürchten, dass jemand Pockenviren gestohlen hat und damit auf dem Weg in den Westen ist. Währenddessen bereitet sich Megan Olson, Schulfreundin von Jons verstorbener Verlobter, darauf vor, auf einer Space-Shuttle-Mission der NASA mitzufliegen.

The Cassandra Compact ist ein sehr gut geschriebener Spionageroman. Der Autor hat aus ein paar guten Ideen eine recht komplex aufgebaute Handlung geschrieben, obwohl merheres parallel passiert, verliert der Leser nicht den Überblick. Zur Spannung trägt auch bei, dass einige Zusammenhänge der Handlung oft über längere Zeit unklar bleiben. Insgesamt ist der Roman recht aktuell und glaubwürdig geschrieben, auch wenn mir nicht ganz klar ist, wieso man mit dem Bus schneller von Moskau nach St. Petersburg kommen können soll als mit dem Flugzeug nach Zürich.

Buch bei Amazon kaufen

Kommentar abgeben