Solider Abschlussband mit wenigen Überraschungen.

Jetzt habe ich den Pelbar-Zyklus, den ich letztes Jahr zu Weihnachten bekommen habe, fertig gelesen. Das Schwert der Geduld ist der siebte Roman dieses Zyklus‘ aus den 1980-er Jahren. Es spielt in unserer Welt, gut tausend Jahre, nachdem der atomare Holocaust den großen Teil der Welt zerstört hat. Auf dem Gebiet der USA entwickeln sich in der Zeit danach verschiedene Stämme, deren Entwicklung in den ersten sechs Bänden des Zyklus beschrieben wird. Im siebten Band gerät die Heart-Föderation nun mit den Innanigani aneinander. Diese Leben an der Ostküste in einer Stadt und haben eine demokratisch-bürokratische Gesellschaftsform bewahrt. Als sie die ausgehandelte Grenzlinie zwischen ihnen und der Hear-Föderation nicht akzeptieren und in das Land der „Wilden“ einfallen, entwickelt sich zwischen den beiden Parteien ein Krieg, in dem auch die alten Atomwaffen eine wichtige Rolle spielen.

In diesem Roman gibt Williams das Konzept des Reise-Romans das erste Mal wirklich auf. Das Schwert der Geduld ist von seinem Aufbau her ein klassischer Fantasy-Roman. Zwei Konfliktparteien, die sich in einem heftigen Krieg befinden. Auf beiden Seiten gibt es Charaktere, die versuche, den Krieg friedlich zu beenden, und solche, die alle Friedensbemühungen hintertreiben. Dabei kann Williams auf eine ausgearbeitete Welt, eingeführte Figuren und etablierte Konflikte zurückgreifen und zu einem angemessenen Ende führen. Dabei liest sich Das Schwert der Geduld nicht anders als die anderen Pelbar-Romane. Der Autor beschränkt sich darauf, seine Akteure in der Handlung vorzustellen und diese voranzutreiben und verzichtet weitestgehend darauf, die Szenen plastisch zu gestalten und atmosphärisch auszuschmücken.

Insgesamt hat mit Das Schwert der Geduld jedoch ein wenig enttäuscht. Durch die fehlende Atmosphäre hat mich auch dieses Buch nicht vollkommen in seinen Bann ziehen können. Auch die Charaktere wirken nach sechs Bänden ein wenig eintönig und wenig überraschend. Auch das Ende, das Williams für seinen Pelbar-Zyklus wählt passt zu den vorherigen Büchern. Es beantwortet die Fragen, die in dem Buch aufgeworfen werden, lässt die zukünftige Entwicklung jedoch offen.

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