Das Erbe des Zauberers (Equal Rites)

, Teil 3

(Corgi 1987, 283 Seiten, 0-552-13105-9)

Ein schöner Roman über Hexen und Zauberer in der Scheibenwelt.

Bevor der Zauberer Drum Billet stirbt, tut er das, was ein Zauberer in dieser Situation tun muss: er gibt seinen Stab weiter an den achten Sohn eines achten Sohnes, um diesem seine magischen Fähigkeiten weiterzugeben. Leider übersieht er, dass es sich bei dem Neugeborenen um ein Mädchen handelt, und bringt so die Scheibenwelt in Unruhe – ist es doch eigentlich vorgesehen, dass Mädchen, wenn überhaupt, Hexen werden, während die Zauberei Jungen vorbehalten ist.

Als Eskarina, der erste weibliche Zauberer, älter wird, merkt sie, dass sie irgendwie anders ist als ihre Geschwister, und macht sich zusammen mit der Hexe Granny Weatherwax nach Ankh-Morpork auf, um dort an der Unsichtbaren Universität ihr Glück zu versuchen, eine Zauberei-Ausbildung zu erhalten.

Mir hat dieser dritte Roman aus Pratchetts Scheibenwelt-Reihe irgendwie ganz gut gefallen. Die Handlung kann man zwar manchmal nicht anders als „bescheuert“ nennen, aber die Idee dieser Scheibenwelt und ihrer Bewohner ist ganz schön, und insbesondere gefällt mir die Art, wie der Autor schreibt. Pratchett hat einen ganz eigenen kritisch-trockenen Humor, der sich für meinen Geschmack schön und teilweise sehr amüsant liest. Schön ist auch, wie er manchmal Offensichtlichkeiten beschreibt und den Leser trotzdem zum Nachdenken bringt („Time passed, which, basically, is its job.“).

Leider lässt Equal Rites zum Ende hin nach und wird etwas sehr wirr, sonst hätte es auch für einen Punkt mehr gereicht.

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