The Dilbert Principle

(MI 1997, 330 Seiten, 3-478-35630-X)

Die Kernaussage ist treffend und in vielem wahr, aber Adams wiederholt sich zu oft und liefert dem Leser zu wenig Neues.

Dilbert ist ein ganz normaler Büroangestellter in einem ganz normalen amerikanischen Betrieb. Er sitzt in einer kleinen Zelle in einem Großraumbüro und muss sich jeden Tag mit Mitarbeitern und, noch schlimmer, unfähigen Chefs herumschlagen. Das Buch beinhaltet nun eine Mischung aus den bekannten Cartoons mit und um Dilbert und Text, der an ein Management Lehrbuch erinnert. Adams will mit dem Dilbert Prinzip das Peter Prinzip ablösen, das besagt, dass jeder Arbeitnehmer so lange befördert wird, bis er mit seiner Aufgabe überfordert ist. Adams überspringt nun eine Phase und stellt die These auf, dass nutzlose Angestellte dorthin versetzt werden, wo sie am wenigsten Schaden anrichten können: ins Management.

In den USA hat Scott Adams mit seinem Dilbert eine absolute Kultfigur geschaffen und es gibt kaum ein Büro, in dem nicht mindestens ein Cartoon mit dem skurrilen Strichmännchen hängt, und auch in Deutschland sind diese Cartoons mittlerweile weit verbreitet. Die Cartoons sind auch mit Abstand das Highlight des Buches. Dilbert erlebt die seltsamsten alltäglichen Situationen. Er plagt sich mit unfähigen Chefs und Mitarbeitern herum, sitzt bei Besprechungen und betreibt Marktforschung. Das Muster ist und bleibt aber immer dasselbe. Adams schießt gegen alles und jeden, was sich im Unternehmen abseits der eigentlichen Leistungserstellung befindet. Dies ist am Anfang durchaus komisch und beinhaltet sicherlich auch einige Wahrheiten, aber das Schema bleibt immer dasselbe, auf welche Teilgebiete des Unternehmens er es auch anwendet. Dadurch werden die Pointen schnell flach und vorhersehbar. Es kommt sogar vor, dass ein Cartoon an zwei verschiedenen Stellen im Buch auftaucht. Diese ständigen Wiederholungen schmälern die Freude an der Lektüre doch deutlich. Der Text von Adams ist nichts anderes als die Ausformulierung der Aussagen, die er mit seinen Cartoons macht. Dies ähnelt ein wenig dem Versuch, Witze zu erklären…

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