Beute (Prey)

(HarperCollins 2002, 524 Seiten, 0-00-715453-4)

Ein spannender Roman über mögliche Gefahren der Nanotechnologie.

Julia Forman arbeitet in der Wüste von Nevada an der Entwicklung von Nanorobotern. Ihr Mann Jack, der früher als Informatiker gearbeitet hat, der jetzt Hausmann ist und sich um die gemeinsamen Kinder kümmert, wird in das Entwicklungszentrum zur Hilfe gerufen, denn die Forscher dort haben ein Problem: Ein Schwarm ihrer Nanoroboter ist ihnen abhanden gekommen, und da diese für ein raubtierartiges Verhalten programmiert wurden, haben sie sich zu einer tödlichen Gefahr entwickelt. Der Schwarm lebt nach allen praktischen Maßstäben, er kann sich selbständig reproduzieren, aus Erfahrung lernen – und wird von Stunde zu Stunde gefährlicher.

Crichton schafft es in Prey, in einem über mehr als 500 Seiten spannenden Roman die Gefahren zu beschreiben, die ein sorgloser Umgang mit Nanotechnik mit sich bringen könnte. Dies, gewürzt mit ein paar Eheproblemen von Julia und Jack und ein bisschen Action zu einem solchen Roman zu verarbeiten, ist schon eine Leistung. Die vielen technischen Details mögen vielleicht nicht jedermanns Sache sein, und ihre technische Glaubwürdigkeit sei dahingestellt – interessant zu lesen sind die beschriebenen Auswirkungen von künstlicher Intelligenz allemal. Den zu Beginn arbeitslosen Ehemann einer Forscherin als Ich-Erzähler halte ich hier für eine durchaus interessante Perspektive. Einzig das Eingangskapitel wirkt etwas fehl am Platze, auch wenn es sicherlich ganz gut zur Spannung beiträgt.

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