Also ich glaube, Strom ist gelb

(Hatje Cantz 2000, 293 Seiten, 3-7757-0920-7)

Sehr guter und spannender Einblick hinter die Kulissen einer Marke.

1998 war ein besonderes Jahr für die deutsche Energiewirtschaft: Der Elekrizitätsmarkt wurde für den Wettberb freigegeben und die ehemaligen regionalen Monopolstrukturen aufgelöst. Für die Energieunternehmen natürlich eine besondere Herausforderung: Wie wird sich der Markt entwickeln? Wie werden die Kunden reagieren? Was macht die Konkurrenz? Bernd Kreutz wird 1997 vom Vorstandsvorsitzenden der Energie Badenwürttemberg (EBW) als Verantwortlicher für den internen und externen Markenauftritt nach der Liberalisierung des Strommarktes angeheuert. Eine besondere Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass die EBW gerade erst durch eine Fusion aus Badenwerk und Energie-Versorgung Schwaben entstehen sollte. Dies machte auch die interne Kommunikation zu einem Hauptaufgabengebiet von Kreutz. In den folgenden Monaten und Jahren entwickelte Kreutz eine innovative Kampagne in einem neuen, unüberschaubaren und komplexen Markt mit einem schwer zu differenzierenden Produkt – Strom.

In Also ich glaube, Strom ist gelb nimmt Kreutz den Leser mit auf eine sehr spannende und informative Reise durch das rasante Entstehen eines Unternehmens, einer Marke und eines Marktes. In Tagebuchform beschreibt er die Gespräche, Überlegungen und Sitzungen, in denen Stück für Stück der anfängliche Markenauftritt der EnBW und der Marke Yello-Strom ensteht. Er nimmt den Leser mit durch Höhen und Tiefen des Entwicklungsprozesses, durch haarsträubende Sitzungen mit einem Unternehmensberater und lange, aber produktive, Zugfahrten von Düsseldorf nach Karlsruhe. Kurz: er beschreibt den nicht mehr ganz normalen Wahsinn in der Werbebranche. Da er dies mit viel hintergründigem Humor, aber auch fundiertem Wissen und Erfahrung tut, sollte dieses Buch Pflichtlektüre aller Marketing-Interessierten werden.

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