Solider finnischer Krimi.

In einem Ferienhaus an der finnischen Ostseeküste wird der Star eines Chors ermordet. Der Chor hatte sich in dem Haus versammelt, um sich auf einen wichtigen Auftritt vorzubereiten. Die Kommissarin, die mit den Ermittlungen beauftragt wird ist Maria Kallios, sie kennt einige der Chormitglieder aus ihrem Studium. Bei ihren Ermittlungen findet sie heraus das jedes der anwesenden Chormitglieder ein Motiv gehabt haben konnte. Allerdings stößt sie auch auf Hinweise, die auf einen Täter außerhalb des Ferienhauses hindeuten. Bald schleicht sich aber das Gefühl ein, dass sie die anderen nicht so gut, wie sie glaubt…

Mit Maria Kallios versucht Leena Lehtolainen ein weibliches und finnisches Pendant zu Mankells Kurt Wallander zu schaffen. Dabei schafft es Lehtolainen einerseits nicht so gut wie Mankell, dem Leser die Figur des Ermittlers nahezubringen, dafür wirkt ihre Handlung weniger konstruiert und glaubwürdiger. Ihr geht es weniger um groß angelegte Kriminalität, sondern um kleine Verbrechen, die dafür umso persönlicher und verzwickter dargestellt werden. Insgesamt gelingt es Lehtolainen aber nicht, den Leser wirklich an die Handlung zu fesseln und gebannt an dem Buch kleben zu lassen. Ihre Kommissarin Kallios bietet aber für kommende Bücher auf jeden Fall noch viel Potential.

Buch bei Amazon kaufen

Kommentar abgeben