Airport (Airport)

(Pavillion 2003, 682 Seiten, 3-453-87088-3)

Ein faszinierender Einblick in die Luftfahrt kombiniert mit einer spannenden Thrillerhandlung.

Lincoln International Airport Ende der 60-er Jahre. Über großen Teilen der Vereinigten Staaten wütet ein Schneesturm und auf dem Flughafen ist dadurch natürlich ein großes Chaos ausgebrochen. Flüge werden abgesagt oder verspäten sich, die Räumung der Start- und Landebahnen muss koordiniert werden, aber auch der normale Flughafenbetrieb muss aufrecht erhalten werden. Mitten in all diesen Problemen steckt Mel Bakersfield, der Generaldirektor des Flughafens. Eine Maschine der Mexican Airways blockiert eine Landebahn, ein Versorgungswagen ist auf dem Gelände des Flughafens verschollen, eine notorische Schwarzfliegerin narrt die Fluggesellschaften, die Bürger eines nahegelegenen Dorfes veranstalten eine Demonstration im Flughafengebäude und nebenbei bahnt sich auch das Ende von Mels Ehe an. Dann betritt auch noch ein sich sehr verdächtig benehmender Passagier ohne Gepäck ein Flugzeug nach Rom…

In Airport tut Hailey wieder das, was er so gut kann, wie kaum jemand anderes. Wie in Hotel nimmt er eine uns allen bekannte Einrichtung und verbringt mehr als 350 Seiten damit, dem Leser ein Gefühl für deren wahres „Ich“ zu verschaffen. Dafür führt er glaubwürdige Personen ein und, noch wichtiger, zeigt anhand von kleinen Geschichten die Funktionsweisen eines Flughafens der 60-er Jahre. Durch diese Vermischung von Charakteren, kleinen Handlungsfäden und Einblicken in eine „fremde Welt“ ist dieser Teil eigentlich der beste des Romans. Aber auch als die im ersten Teil angedeuteten losen Fäden sich auf dem Weg zum Showdown immer mehr verdichten, wird Haileys Stärke deutlich. Durch den detaillierten Einblick in die aktiven Personen und das Funktionieren des Flughafens erlebt der Leser die Handlung mit einer ganz anderen Intensität, da man wirklich das Gefühl hat, die Situation und all ihre Auswirkungen zu durchschauen.

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