Absolute Freunde (Absolute Friends)

(Hodder & Stoughton 2004, 382 Seiten, 0-340-83287-8)

Reichlich müde erzählter Spionageroman. Abzuraten.

Ted, der Sohn eines britischen Soldaten, und Sasha, Sohn eines ostdeutschen Priesters, lernen sich als Studenten Ende der 1960er Jahre in Berlin kennen. Sie werden Freunde, während sie in einer Kommune zusammenlaben, und bleiben auch später in Kontakt, wobei Sasha Ted mit Informationen für den britischen Geheimdienst versorgt.

Das war aber auch schon das Wesentliche, was auf den ersten gut 200 Seiten passiert. Ein bisschen ausgeschmückt hat der Autor dies schon, aber die Erzählung beinhaltet eigentlich nur zusammenhanglose Fetzen aus dem Leben der beiden Hauptpersonen. Der Versuch, durch Erzählung in der Gegenwart die Dynamik der Handlung zu steigern, scheitert kläglich. Fast wirkt es, als wollte der Autor eine Weinbergschnecke in den Expressgang versetzen. Ebenso erfolglos bleibt das Bemühen, dem Roman auf Biegen und Brechen einen aktuellen Bezug zu geben. Zum Ende hin gewinnt der Roman dann doch noch an Fahrt – zumindest kurzfristig. Was passiert, sei nicht verraten (auch wenn ich die inhaltliche Zusammenfassung dadurch um einiges hätte bereichern können), aber es lohnt nicht, sich dafür den gesamten Beginn des Buches anzutun.

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