Garden of Beasts

(Hodder & Stoughton 2004, 515 Seiten, 978-0-340-73455-1)

Bisschen schwache Auftragsmörder-sucht-Nazi-Geschichte.

Paul Schumann ist ein Auftragsmörder, der schon 13 Menschen auf dem Gewissen hat, als er 1936 in New York verhaftet wird. Statt eines Prozesses bekommt er das Angebot, mit einer neuen Identität ein neues Leben starten zu können – wenn er vorher noch einen Auftrag ausführt: Für die US-amerikanische Regierung soll er nach Berlin fahren, und dort einen Nazi liquidieren, der ein wichtiger Helfer bei Hitlers Kriegsvorbereitungen ist.

Zusammen mit der Olympia-Mannschaft reist er als angeblicher freischaffender Reporter nach Berlin, um seinen Auftrag auszuführen. Während seiner Vorbereitungen findet er schließlich Unterschlupf bei einer Deutschen, Käthe, die von seinen Plänen zunächst nichts ahnt.

Nach mehreren anderen Romanen Deavers (Twisted, The Vanished Man) fand ich Garden of Beasts eher enttäuschend. Die Erzählung beginnt recht vielversprechend, wird aber auf ihren über 500 Seiten langatmig, wenn auch nie dauerhaft langweilig.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass Deavers heute spielende Thriller deutlich besser gelungen sind als dieser, der vor 70 Jahren spielt.

Der Titel hingegen ist ganz schön gewählt, nämlich eine hier ganz gut passende Übersetzung des Berliner Tiergartens.

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