Ein klasse Buch, das die Gefahren, die sich in den biologischen Waffen verbergen mehr als deutlich darstellt

Auf dem Gebiet der biologischen Waffen hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung stattgefunden. Wenn man nur an die richtigen Erreger herankommt, ist es für jeden ein Leichtes, Millionen und aber Millionen Menschen zu töten. Sei es durch die, eigentlich ausgestorbenen Pocken oder den Milzbrand. All diese Erreger haben eines gemeinsam: Sie sind hochgradig ansteckend und in jedem Falle tödlich. In New York bricht eine unbekannte Krankheit aus, deren erste Symptome denen einer normalen Erkältung ähneln. Doch bereits nach wenigen Stunden beginnt der Erkrankte, sich selbst zu verstümmeln. Er wird von Krämpfen durchzogen und stirbt kurz darauf. Als es mehrere Todesfälle dieser Art gibt, wird die Seuchenspezialistin Alice Austen auf diesen Fall angesetzt und schon bald finden sich Hinweise darauf, dass sie es mit einem terroristischen Akt zu tun haben, der allerdings nur den Anfang darstellt und zu einer zweiten Sintflut werden könnte. So macht sich Alice Austen daran, den Mörder zu finden und in einem Wettlauf mit der Zeit das zu verhindern, was das Ende der Menschheit bedeuten könnte. Dazu steht ihr die modernste medizinische Technik zur Verfügung. Auf einer kleinen Insel wird ein eigenes Lager eingerichtet, in dem auch Erkrankte aufgenommen werden können, um sie zu beobachten.

The Cobra Event ist ein äußerst beunruhigendes Buch und somit sicherlich nichts für schwache Nerven. Nicht zu letzt die detaillierten Beschreibungen von Obduktionen und den Selbstverstümmelungen der Opfer machen das Buch ungeeignet für empfindliche Mägen. Wenn es also, wie für Kinofilme, eine FSK für Bücher gäbe, würde ich sagen: „ab 16“. Das Szenario und die Ereignisse sind derartig glaubwürdig beschrieben, dass man meinen könnte, einen Tatsachenbericht zu lesen, statt eines Romans. In der Tat sind nur wenige technische Geräte in diesem Roman Weiterentwicklungen, von tatsächlich existierenden Apparaten. Dies sind dann auch nur Geräte, die zur Aufklärung der Lage führen. Die beschriebenen Bedrohungen sind also, bis auf kleinere Details, schon Realität. Die Atmosphäre, die Preston in seinem Buch aufbaut, ist einfach bedrückend. Durch die detaillierten Beschreibungen kann sich der Leser mehr in die Lage der Figuren versetzten, als es ihm eigentlich angenehm ist. Er leidet mit den Opfern mit und erlebt jeden Schub fast am eigenen Leibe mit. Dadurch ist dieses Buch unglaublich fesselnd und lässt den Leser von der ersten Seite an kaum noch los. Wer es trotzdem schafft, den Roman aus der Hand zu legen, den schaudert es eine Stunde später immer noch. Hierbei ist zu erwähnen, dass Preston durchaus kein düsteres oder hoffnungsloses Bild zeichnet. Es gelingt ihm nur ausgezeichnet, die Auswirkungen der biologischen Waffe zu verdeutlichen. Auch die Personen sind gut herausgearbeitet und zu jeder Zeit glaubwürdig. Den einzigen Kritikpunkt bietet meines Erachtens nach der Showdown. Dieser ist in einem U-Bahn Schacht angesiedelt und setzt doch in höherem Maße auf Effekte, als der übrige Teil des Buches und wirkt ein wenig aufgesetzt. Jedoch ist er zu jeder Zeit spannend und kann mit einigen Wendungen aufwarten.

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Bisher ein Kommentar zu The Cobra Event

  1. SB-Darmstadt sagt:

    Ein fantastisch erzähltes fesseldes und interessantes Buch, jeder sollte es gelesen haben. Ich habe es gelesen und war wärend dessen und danach so begeistert von der darstellung und dem Inhalt dass ich vor Aufregung in der ganzen Zeit in der ich das Buch gelesen habe, kaum ein Auge zu machen konnte, ständig hatte ich im Hinterkopf diese wahrhaftgenial erzählte Geschichte die mich nicht mehr schlafen ließ. Kompliment.

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