42

(Aufbau 2005, 368 Seiten, 978-3-7466-2342-9)

Eine Zeit-nicht-Reise, die der Autor besser gelassen hätte.

Eine Besuchergruppe am Kernforschungszentrum CERN stellt an einem schönen Sommertag plötzlich fest, dass um sie herum die Zeit stehengeblieben ist. Sie bewegen sich fortan durch eine stillstehende Welt und versuchen, mit ihrer ausweglosen Situation klarzukommen. Zu Fuß reisen sie durch Europa, und begegnen sich gelegentlich wieder. Jahre später tickt die Zeit plötzlich um wenige Sekunden weiter.

Mit dem Roman 42 reiht sich Thomas Lehr ein unter diverse Geschichten „wie die bösen Physiker am CERN die Welt zerstören“, allerdings mit einem beispiellos schlechten Werk. Die Erzählung ist von der zeitlichen Abfolge her dermaßen verworren, dass lange unklar bleibt, wasw der Ich-Erzähler eigentlich berichten will. Möglicherweise ist das der gescheiterte Versuch, Spannung aufzubauen. Der Autor versucht sich an einer recht verschnörkelten Sprache, was auf mich aber deutlich gewollt-aber-nicht-gekonnt wirkt. Er wirft des Öfteren naturwissenschaftliche Begriffe ein, ohne dass er dabei aber den Eindruck erwecken kann, er wisse, wovon er da schreibt.

Ob es sich bei dem Titel um die offensichtliche Anspielung auf Douglas Adams‘ „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“ handeln soll, bleibt leider auch unklar. Zusammenfassend lässt sich sagen: eine auf den ersten Blick gute Idee wird leider zum völligen Rohrkrepierer.

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