Alle Kritiken zu Stephen Baxter

Zeitschiffe (The Timeships)
; & The Web (The Web)

Alle Berichte zu Stephen Baxter

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, und The Web

(Bastei-Lübbe 1998, 676 Seiten, 3-404-24256-4)

Die 676 Seiten bieten dem Science Fiction Fan seichte, einfach zu lesende, aber gute, Unterhaltung für wenige Tage und demjenigen, der nur einmal in die Science Fiction Literatur hineinschnuppern will bietet es einen guten Anreiz auch mal andere Sci-Fi Bücher zu lesen.

The Web ist eine lose Aneinanderreihung von Geschichten über das Internet der Zukunft: Durch einen Websuit kann man sich auf die verschiedensten Seiten einspinnen und diese wie die Realität erleben.
Hauptpersonen in den Romanen sind junge Teenager, die ihre Abenteuer im Web erleben.
In den sechs Geschichten der bekannten Science-Fiction und Fantasy Autoren geht es um die Vermischung von Realität und dem Web. So stoßen die Kinder in der Geschichte “”Lichtsturm”" von Peter F. Hamilton auf eine Bio-Technik Firma, die es mit dem Umweltschutz nicht ganz genau nimmt. Mit Hilfe des Web’s versuchen sie nun etwas herauszufinden. Der beste der sechs Romane Die Unberührbaren von Eric Brown beschreibt, wie ein verkrüppeltes Mädchen in Indien ihren Bruder befreit, der von einem skrupellosen Kinderhändler verkauft wurde.
Die Verknüpfung der Romane besteht zum einen darin, dass einige Hauptpersonen mehrfach auftreten und zum anderen darin, daß in allen Fällen eine mysteriöse Zauberin hinter den Geschehnissen steckt. Die Jagd auf diese Zauberin zieht sich über alle Geschichten.

The Web ist ein für Jugendliche (ca. 10-14) geschriebenes Buch und bietet im Großen und Ganzen seichte Kost für Science-Fiction Leser. Eine Ausnahme bildet hier meiner Meinung nach die schon oben erwähnte Geschichte von Eric Brown die sich der Armut in Indien annimmt und diese recht plastisch schildert. Jedoch kann das Buch aufgrund der Einfachheit der fesselnden und originellen Handlung auch alte Hasen durchaus am lesen halten.
Fazit: Die 676 Seiten bieten dem Science Fiction Fan seichte, einfach zu lesende, aber gute, Unterhaltung für wenige Tage und demjenigen, der nur einmal in die Science Fiction Literatur hineinschnuppern will bietet es einen guten Anreiz auch mal andere Sci-Fi Bücher zu lesen.

The Timeships

(Heyne 2002, 732 Seiten, 3-453-21091-3)

Sehr gute, intelligente Fortsetzung von H.G. Wells Kultroman Die Zeitmaschine.

Der Zeitreisende der in H.G. Wells Die Zeitmaschine in die Zukunft reist kehrt nach seinen Abenteuern nur kurz in seine Gegenwart am Ende des 19. Jhdts. zurück. Doch schon auf seiner Reise in das Jahr in dem er Weena verlor bemerkt er eine Veränderung in der Entwicklung der Erde. Statt eines farbenfrohen Paradieses erwartet ihn eine dunkle und kalte Erde. Aber auch auf ihr gibt es Morlocks, diese entsprechen aber nicht den unterirdischen, mechanisch-technologisierten Menschennachkommen die der Reisende kennt, sondern sie haben sich zu einem hochtechnologisierten Volk entwickelt, dass in einer gigantischen Kraftanstrengung eine Kugel um die Sonne gebaut hat und dort völlig konfliktfrei lebt.
In der Kugel trifft der Reisende auf Nebogipfel der ihm die Welt der Morlocks und das Konzept des Multiplizitäten-Universums erläutert. So erfährt er, dass sich die Geschichte in jedem Moment in immer mehr Stränge ausfächert in denen ein Ereignis jeweils anders stattgefunden hat.
In der nächsten Zeit reisen die beiden durch verschiedene Versionen der Erdgeschichte und schließlich sogar zum Beginn des Univerums.

Mit seinem “authorisierten Nachfolger” tritt Stephen Baxter ein schweres Erbe an. H.G. Wells Buch ist nicht umsonst einer der Science-Fiction-Klassiker. Allerdings wird Baxter dem Original mit seinem Nachfolger gerecht. Baxter gelingt es sogar das typische Plausibilitätsproblem von Zeitreisegeschichten zu umgehen indem er die “multiple Geschichte” nicht nur zur Erklärung heranzieht, sondern sie sogar in die Geschichte einbaut wirkt das Konzept für den Leser bald wie selbstverständlich.
Die Handlung wirkt daher der glaubwürdig und auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Besonders fällt der zeitreisende Morlock Nebogipfel auf, der von einer “überlegenen” Warte aus die Geschichte der Menschen kommentiert.
Einziger Kritikpunkt ist die fehlende Spannung, die das Buch in einigen Passagen etwas zäh macht.
Inhaltlich beschäftigt sich Baxter in Zeitschiffe mit vielen Themen: Gentechnik, Konflikte und die Allmacht des Menschen sind die wichtigsten.