Alle Kritiken zu Peter Tremayne

Nur der Tod bringt Vergebung (Absolution by Murder)
 Die Tote im Klosterbrunnen (The Subtle Serpent)

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Eine irische Nonne und Rechtsgelehrte ermittelt in einem Mordfall.

Schwester Fidelma von Kildare, irische Nonne und irische Staatsanwältin untersucht im Jahr 666 ein von Mannschaft und Ladung verlassenes gallisches Handelsschiff, das vor der Küste treibt, als sie einen weiteren Fall übertragen bekommt. In der Abtei “Der Lachs aus den drei Quellen” wurde eine junge Frau ermordet am Brunnenseil hängend gefunden. Bei ihren Ermittlungen in und um die Abtei findet Fidelma undurchsichtige Verhältnisse vor, und die Äbtissin wird immer mehr zu ihrer Hauptverdächtigen. Dass Fidelma bei ihren Ermittlungen fast von einem Bogenschützen niedergestreckt wird, macht ihr den Fall auch nicht sympathischer.

In den ersten paar Kapiteln hat mich Die Tote im Klosterbrunnen noch nicht überzeugt, aber dann entwickelt sich doch recht schnell eine spannende und gut erzählte Geschichte. Der Autor hat mit einer sehr intelligenten und sympathischen Hauptfigur eine interessante Erzählperspektive gewählt, eine irische Nonne und Rechtsgelehrte des 7. Jahrhunderts findet man sonst wohl nur selten als Hauptfigur eines Kriminalromans. Mit einer kurzen historischen Einleitung und einer Karte der Region Munster im 7. Jahrhundert gibt der Autor – selbst Historiker – dem Leser eine gute Einordnung der folgenden fiktiven Handlung, deren Hintergründe historisch fundiert scheinen. Gut gefallen hat mir, dass der Autor (und auch der Übersetzer) keltische Begriffe nach einmaliger Erläuterung stehen lässt und nicht auf Biegen und Brechen übersetzt. Insgesamt macht Die Tote im Klosterbrunnen Lust auf mehr Romane aus Tremaynes Reihe über Schwester Fidelma, aus der ich sonst erst Absolution by Murder kenne.

Historischer Kriminalroman über eine irische Nonne und Rechtsgelehrte.

Im Jahr 664 findet ein Treffen zwischen keltischen und römischen Kirchenvertretern statt, wo der König von Northumbria über die religiöse Zukunft seines Volkes entscheiden wil. Das Treffen beginnt mit dem Mord an Äbtissin Étain, eines Mitglieds der keltischen Fraktion. Um den Fall unparteiisch aufklären zu lassen, beauftragt König Oswy die irische Nonne und Rechtsgelehrte Schwester Fidelma von Kildare, zusammen mit Bruder Eadulf aus der römischen Fraktion den Mord aufzuklären. Fidelma hält sich auch in der Fremde an die Grundsätze ihrer Tätigkeit als Advokatin der irischen Gerichtsbarkeit und nimmt mit Eadulf die Ermittlungen auf. Die beiden kommen gut miteinander klar und überwinden die Steine, die ihnen bei den Ermittlungen in den Weg gelegt werden, können aber einen zweiten Mord nicht verhindern.

Mit Schwester Fidelma, einer irischen Nonne und Rechtsgelehrten des 7. Jahrhunderts, hat Tremayne eine sehr interessante Figur geschaffen. Die Hauptfigur hat hier einen spannenden Fall zu lösen, den der Autor in einen interessanten historischen Roman verpackt hat. Da wohl die meisten Leser (mich eingeschlossen) mit dem historischen Hintergrund nicht vertraut sein dürften, stellt der Autor eine kurze Einführung voran, wo er allerdings klarer zwischen historischen Fakten und der Biographie seiner fiktiven Hauptperson hätte trennen können. Absolution by Murder ist mein erste Buch aus der Reihe über Schwester Fildelma, und es macht Lust auf mehr.