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Die Entdeckung des Hugo Cabret (The Invention of Hugo Cabret)

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17. Juli 2011 Die Verfilmung des Hugo Cabret

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich meine Begeisterung über das Buch Die Entdeckung des Hugo Cabret kundgetan habe. Umso mehr habe ich mich gefreut, als mich @Cynx gerade auf den neuen Film von Martin Scorsese aufmerksam gemacht hat: Hugo – wie der Name schon sagt, eine Verfilmung des Buchs von Brian Selznick. Hier ist dann auch gleich der Trailer:

(Via Clockworker)

Nach dem Trailer bin ich ein wenig hin und her gerissen: Einerseits sieht das ganze sehr gut gemacht und sehr eindrucksvoll gefilmt aus, andererseits habe ich ein wenig das Gefühl, das der Film den Charme des Buches nicht ausreichend erfassen kann. Durch seine detaillierten und unglaublich atmosphärischen Kohlezeichnungen und deren filmische Dramaturgie war das Buch selbst schon in gewisser Weise ein gedruckter Kinofilm und damit eigentlich auch eine sehr konkrete Vorlage für einen echten Film, von der sich Scorsese leider deutlich zu entfernen scheint.

Das ändert aber nichts daran, dass ich mir den Film auf jeden Fall anschauen werde – zumindest wenn ich ein Kino finde, das diesen 3D-Scheiß nicht mitmacht…

Mehr über das Buch könnt ihr auf dessen Homepage erfahren. Mittlerweile gibt es da auch eine Vorschau auf das nächste Buch des Autors: Wonderstruck.

Traumhafter gezeichneter und geschriebener Film.

Es ist das Jahr 1931 und in den Katakomben eins Pariser Bahnhofs lebt der junge Hugo. Ohne das Wissen des Bahnhofsvorstehers hat er die Arbeit seines verschwundenen Onkels übernommen und pflegt die Uhren des Bahnhofs. Gleichzeitig bastelt er an einem mechanischen Mann, den sein Vater vor langer Zeit in einem Museumskeller entdeckt hat. Mit Hilfe eines Notizbuchs seines Vaters versucht er, das Gerät mit geklauten Teilen aus einem Spielzeugladen zu reparieren und hofft, ihm eine Nachricht von seinem Vater zu entlocken. Als er bei einem dieser Diebstähle erwischt wird, lernt er die Patentochter den Ladenbesitzers kennen, die einen Schlüssel besitzt, der das Geheimnis des mechanischen Manns lüften kann.

The Invention of Hugo Cabret ist kein gewöhnliches Buch, man müsste es vielmehr als gezeichneten und geschriebenen Film bezeichnen. Schon auf den ersten Seiten erwarten den Leser keine Beschreibungen von Personen und Orten, sondern wunderschön gezeichnete Bilder, die einen klassischen Filmanfang mit Zoom vom Planeten Erde auf den kleinen Hugo inmitten einer Menschenmasse führen. Und auch im Verlaufe der Geschichte wechseln sich geschriebene Texte mit tollen Zeichnungen ab, die Szenen wie eine Verfolgungsjagd, ein Feuer oder Hugos Aufenthalt in einem Buchladen nicht nur auf mehreren Seiten illustrieren, sondern erzählen. Dabei sagen die Bilder oft mehr, als tausend Worte es könnten, und es macht sehr viel Spaß, Hugo auf seinem Abenteuer zu beobachten und zu begleiten.
Die Geschichte, die Selznick erzählt, ist dann auch das zweite Highlight dieses besonderen Buchs. Sie ist zugleich eine Liebeserklärung an Bücher, die ersten Filme und an klassische Erfinder, Tüftler und Bastler. Sie ist zwar nicht sonderlich komplex, aber liebevoll ausgearbeitet und für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet. Allerdings war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, ob das Buch eigentlich in erster Linie für Kinder oder Erwachsene geschrieben und gezeichnet wurde.