Und wieder habe ich es nicht geschafft, den geplanten Rhythmus aufrecht zu erhalten. Vielleicht sollte ich es einfach nicht mehr probieren…

Heute gibt es für euch die Nebelgeborenen-Trilogie von Brandon Sanderson, den neuen Roman von Andreas Eschbach Herr aller Dinge und eine Reaktion auf das unsägliche Interview der FAZ mit Harun Maye.

Viel Spaß!

P.S.: Wie ich gerade gemerkt habe, habe ich die August-Ausgabe gleich nochmal als September-Ausgabe zweitverwertet. Sorry dafür. Die fehlende Ausgabe schiebe ich in ein/zwei Wochen nach. Aber wieso sagt denn Keiner was?

Nachdem mich die Fantasy-Reihe über den Elfenbeinthron regelrecht umgehauen hatte, konnte mich Tad Williams mit Otherland nicht so wirklich überzeugen. Die (virtuelle) Welt, die er geschaffen hat, war zwar faszinierend, der Handlung fehlte es für mich aber leider an Tiefe und Spannung. In Singapur hat sich jetzt ein Spieleentwickler hingesetzt und versucht, diese vielschichtige Welt in ein Computerspiel – genau genommen ein Massive Multiplayer Online Roleplaying Game (MMORPG) – umzusetzen. Der erste Trailer scheint schonmal recht vielversprechend:

Schöner historischer Roman.

Im 14. Jahrhundert wird die Heimat von Bernat und seinem kleinen Sohn Arnaud von einem brutalen Lehnsherrn beherrscht. Bernat flüchtet eines Tages mit Arnaud nach Barcolona, wo sie bei Verwandten Unterschlupf finden, um nach einem Jahr freie Bürger der Stadt werden zu können.

Arnaud wächst in Barcelona auf, beginnt als Lastenträger zu arbeiten und hilft auch beim Bau einer Kathedrale mit.  Langsam steigt Arnaud in den nächsten Jahren zu einem der angesehensten Bürger der Stadt auf, während die Pest den Menschen das Leben schwer macht.

Eine Hauptperson, deren Leben eng mit dem Bau einer Kathedrale verknüpft ist – wer da an Ken Folletts Die Säulen der Erde denkt,liegt gar nicht so falsch. Die Parallelen zwischen den beiden Romanen sind nicht zu übersehen, auch wenn der Ort ein anderer ist.

Insgesamt hat mir Die Kathedrale des Meeres als das erste Werk von Falcones gut gefallen und macht Lust auf mehr. Auch wenn es an der deutschen Übersetzung nichts auszusetzen gibt, ist es doch schade, mangels  Sprachkenntnissen das Original nicht lesen zu können.

Falcones hat hier mit viel historischem Hintergrundwissen einen schönen historischen Roman geschrieben. Die Hauptfigur Arnaud ist überzeigend dargestellt, das Auf und Ab in dessen Leben hat der Autor in eine durchgehend spannende Handlung verpackt. Im offensichtlichen Vergleich zu Die Säulen der Erde muss ich dann aber doch sagen, dass mir der (ältere) Roman Folletts dann doch ein Stück besser gefallen hat.

Diesmal mit knapp einer Woche Verspätung, dafür vollgepackt mit fast 30 Minuten Lese-Empfehlungen. Diesmal mit:

Bücher

Kurzgeschichten

Wenn euch die Folge gefallen hat, könnt ihr den Podcast gerne abonnieren und/oder mir einen Kommentar hinterlassen. Für Lob, Kritik und Anregungen bin ich immer dankbar.

Vor einigen Wochen ist mit Booklamp eine amerikanische Webseite gestartet, die uns Lesern in den nächsten Jahren viel Freude machen könnte, von der ich aber auch hoffe, dass sie nicht zu einflussvoll wird. Die Rede ist von Booklamp, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die Art, wie wir neue Bücher entdecken, zu verändern.

Es gibt im Netz schon einige Seiten, die einem Leser Buchempfehlungen anbieten, die auf seinen persönlichen Geschmack abgestimmt sind. Diese setzen in erster Linie auf das von Amazon bekannte Prinzip “Kunden, die X kauften, kauften auch Y” und damit auf einen sozialen Ansatz. Bei Amazon funktioniert das über das gerade angeschaute Buch oder im Rahmen der persönlichen Empfehlungen auf der Grundlage der eigenen Surf- und Kauf-Geschichte und auf Community-Seiten wie Lovelybooks oder Goodreads über die Übereinstimmung von Bücherregalen.

Booklamp setzt hier auf einen komplett anderen Ansatz, der eher dem des Musik-Empfehlungsdienstes Pandora (in Deutschland leider nicht mehr verfügbar, wie so oft) entspricht: Mithilfe umfassener Algorithmen analysiert das zugrundeliegende Book Genome Project den Inhalt von Romanen und berechnet daraus die sogenannte BookDNA. Diese besteht auf der einen Seite aus der StoryDNA, mit der Elemente der Geschichte erfasst werden. Also ob Medizin vorkommt, epische Schlachten oder Liebeskummer. Auf der anderen Seite steht die LanguageDNA, die sich mit sprachlichen Eigenschaften des Romans befasst: wie schnell die Handlung fortschreitet, wie dicht er geschrieben ist, wieviele Beschreibungen vorkommen und so weiter. Dabei unterscheidet die BookDNA beispielsweise knapp 550 unterschiedliche Elemente der StoryDNA und umfasst mittlerweile knapp 640 Millionen Datenpunkte von gut 20.000 Büchern, was 30.000 Datenpunkten pro Buch entspricht.

Aktuell kann man sich mit Booklamp nur anzeigen lassen, welche Bücher eine ähnliche StoryDNA haben, wie ein ausgewähltes Buch oder sich Bücher mit einem besonders hohen Anteil eines bestimmten Story-Elements heraussuchen. Außerdem ist die Datenbank bislang auf 20.000 englischsprachige Bücher beschränkt. Mehr Funktionalität und mehr Bücher sollen aber in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Dabei hat Booklamp nicht den Anspruch, die perfekte Lese-Empfehlung zu geben, sondern will das Regal zur Auswahl mit Büchern bestücken, die einem gefallen werden, wenn man sie mit nach Hause nimmt. Es blendet dabei Popularitätswerte und andere soziale Faktoren bewusst aus und orientiert sich nur am Inhalt der Romane.

Booklamp ist (und bleibt) kostenlos, da es für die Macher in erster Linie als Demonstration der Fähigkeiten des zugrundeliegenden Book Genome Projects fungiert, das das Startup wiederum an Verlage lizensieren will, um die Marktfähigkeit von Büchern besser einschätzen zu können. Und genau hier kommen wir zu dem Punkt, wo ich hoffe, dass dieses ambitionierte Projekt nicht zuviel Erfolg hat: Falls sich die Verlage in einer fernen Zukunft bei ihren Entscheidungen, ob sie ein Buch veröffentlichen oder nicht, sehr stark an den entsprechenden marktgängigen Sory- oder Sprach-Elementen orientieren, würde dies den Buchmarkt noch weiter einengen und auf einen angenommenen Mainstream hin ausrichten. Aktuell wünsche ich den Machern in den USA aber noch viel Erfolg und freue mich über eine neue Art, spannenden Lesestoff zu entdecken.

Nachdem der August hier in Oldenburg bisher total ins Wasser gefallen ist, hatte ich genug Zeit, die zweite Folge des Podcasts der kritischen Seite fertig zu stellen. Here it comes:

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Shownotes

Nachdem ich in der ersten Folge meines Podcasts erwähnt habe, dass ich auch als Fan mittlerweile zahlreiche äußerst gute Science-Fiction- und Fantasy-Podcasts regelmäßig auf meinem Handy habe, will ich euch natürlich nicht vorenthalten, welche das denn sind. Daher gibt es hier von mir jetzt in unregelmäßiger Folge Kurzvorstellungen der verschiedenen Podcasts.

Den Anfang macht meine Einstiegsdroge, also  der erste Feed, der es in meinen Podcatcher geschafft hat: Mit seinen mittlerweile sechs Jahren gehört Escape Pod zu den älteren Podcasts, die das Netz regelmäßig mit gelesenen Kurzgeschichten beglücken. Die erste der mittlerweile mehr als 300 Folgen veröffentlichte noch Stephen Eley, der das Zepter mittlerweile jedoch an Mur Lafferty übergeben hat, die jetzt jede Woche eine neue Geschichte von bekannten und unbekannten Autoren präsentiert. Die Geschichten bewegen sich innerhalb der engeren Grenzen der Science-Fiction, da Escape Pod Fantasy- und Horror-Stories in zwei weitere Podcasts ausgelagert hat (Podcastle, Pseudopod). Gelesen werden die Geschichten von verschiedenen englischsprachigen Podcastern, die ihre Sache durch die Bank extrem gut machen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, sollte sich einfach in das Abenteuer Podcast stürzen. Escape Pod selbst empfielt zum Einstieg die Folgen: